Bundesamt für Landestopografie swisstopo

Stille Wintertage im Averstal

Tourentyp
Wanderung
Höhenprofil

m ü.M

Notizen

Wenn die alten Römer über die nördlichen Grenzen ihres Imperiums blickten, schauderten sie. Denn drüben hockten die Gallier - Barbaren mit furchterregenden Sitten und grässlicher Sprache. Das Grenzgebiet war bereits so etwas wie der Vorhof zu dieser fremdländischen Hölle. Prä-Gallien eben, oder wie es heute heisst: Bregaglia oder eingedeutscht Bergell. Nicht ganz im Bergell liegt das Bergalgatal, doch sein Name verrät die Nachbarschaft. Früher scheuten die Bergeller den langen Marsch über die hohen Pässe nicht und liessen ihre Kühe den Sommer hier verbringen. Im Winter, wenn die Alpwirtschaft ruht, herrscht im Tal vollkommene Stille. Unterwegs sind dort einzig Langläufer, Skitourenfahrer und natürlich Winterwanderer. Für sie besteht eine schön angelegte Winterwanderroute auf breitem Trassee. Ausgangspunkt der Wanderung ist die Postautohaltestelle Avers, Juppa. Das erste Teilstück der Wanderung verläuft völlig flach und führt unterhalb der Hütten von Vorder Bergalga taleinwärts. Bereits hier nimmt einen das prachtvolle Panorama gefangen. Das Bergalgatal ist ein weites Hochtal, das fantastische Ausblicke in die umliegenden Berge ermöglicht. Den Schlusspunkt der winterlichen Wanderung bildet ein schmucker Alpstafel: Auf der Ostseite des Bergalgabachs gelangt man bis zur Alp Hinter Bergalga (auf der Landeskarte mit dem Flurnamen Olta Stofel vermerkt). Vor dem Hüttchen stehen Bänke und Tische für ein aussichtsreiches und sonniges Picknick bereit. Der Weg zurück zum Ausgangspunkt Juppa verläuft auf gleicher Route wie der Hinweg.