Bundesamt für Landestopografie swisstopo

Simplonpass Trail

Tourentyp
Schneeschuh
Höhenprofil

m ü.M

Notizen

Das von verschneiten Lärchen und gefrorenen Seen gesäumte Hochplateau rund um den Simplonpass ist für Schneeschuhtouren ideal. Von der Passstrasse führt der Trail über die von Gletschern geformte Hochebene, vorbei an verstreuten Alpsiedlungen, stets begleitet vom beeindruckenden Gipfelpanorama. Der Simplonpass verbindet das Wallis von Brig aus mit dem Val Divedro und Domodossola in Italien. Die erste Strasse über den Pass entstand bereits zur Zeit der Römer. Über die Jahrhunderte entwickelte sich der Simplon zu einer der bedeutendsten Handelsrouten, erlebte Blütezeiten und Niedergang. Im Jahr 1800 wurde auf Befehl von Napoleon mit dem Bau der ersten befestigten Passstrasse begonnen. Es war die damals schnellste Verbindung zwischen Paris und Mailand. Heute ist die Passstrasse, die dem Verlauf der napoleonischen Strasse grösstenteils folgt, ganzjährig befahrbar und der Ausgangspunkt der Schneeschuhwanderung. Der Trail beginnt kurz nach dem Hotel Monte Leone und schlängelt sich über das verschneite Hochplateau. Immer wieder passiert man kleine gefrorene Seen, die sich in einst von den Gletschern modellierte Mulden schmiegen. Um die Felsstufen zu umgehen, steigt der Trail leicht an. Auf 2'106 Meter Höhe ist der höchste Punkt der Wanderung erreicht und man blickt zurück über die Passtrasse und das Simplon Hospiz. Im Hintergrund erheben sich das Hübschhorn, das Breithorn sowie der mächtige Gipfel Monte Leone. In eine Schleife wird der Hopschusee umrundet. Er liegt inmitten einer geschützten Hochmoorlandschaft und beherbergt eine reiche Wasserfauna. Im Sommer lassen sich einzigartige Fischarten, seltene Insekten und Frösche entdecken. Kurz darauf nähert man sich dem bedrohlich wirkenden Simplon Adler, der über den Pass wacht. Das acht Meter hohe Denkmal aus Stein erinnert an die Zeit der Grenzbesetzung während des zweiten Weltkriegs. Die Passtrasse querend erreicht man das Simplon Hospiz. Dessen Bau wurde 1801 auf Befehl von Napoleon begonnen und erst 30 Jahre später von Augustiner-Chorherren vollendet. Sie führen das Haus bis heute und halten in der hauseigenen Kapelle täglich eine Messe ab. Auch für Besuchende, die einkehren oder übernachten wollen, steht das Haus offen.