Schroffe Kalkfelsen erheben sich über Niederrickenbach, und darauf breitet sich eine weite Kuhalp aus. Der Aufstieg per Bahn wäre kurz und luftig, zu Fuss aber ist er erlebnisreicher und besonders am Morgen oft angenehm kühl. Nach einem Besuch der Wallfahrtskirche mit den wunderschönen Votivtafeln windet sich ein Beton strässchen aufwärts. Bei einer Feuerstelle geht’s links ansteigend zur Bleiki und durch steile Alpmatten zum oberen Bleikigaden. Der Weg (im Volksmund «Chästrägerwäg» genannt) verschwindet im Wald und schlängelt sich steil zwischen Felsen (Vorsicht) hin auf zur Musenalp. Zu fast jeder Jahreszeit ist die Blumenvielfalt ein Genuss. Beim Kreuz ob den Alpgebäuden lohnt sich zu verweilen. Die Rundsicht ist eindrücklich, das Brisengebiet zum Greifen nah. Um den Vierwaldstättersee gut zu sehen, muss man auf dem Grat ein paar Schritte weiter nach hinten gehen, vorbei an zwei neuen Panoramatafeln, auf denen über 100 Berggipfel namentlich bezeichnet sind. Im Alpgebiet fallen viele Löcher auf, Wasser hat den Kalk zerfressen und Dolinen entstehen lassen. Es ist überhaupt erstaunlich, dass da oben genug Wasser für Mensch und Vieh vorhanden ist. Hinunter führt der Weg über Alpweiden zur Unter Musenalp, von wo auf gut gesichertem Weg Bärenfallen mit Fortsetzung zur Klewenalp oder zum Brisenhaus SAC erreicht werden könnte. Wir zweigen aber beim Stall rechts ab und steigen hinunter auf dem Viehfahrweg zur Alp Ahorn und wandern auf einem Strässchen zurück nach Niederrickenbach.

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