Kames wie bei Pont-la-Ville sind kegelförmige Hügel, die in diesem Fall der eiszeitliche Rhonegletscher hinterlassen hat. Sie entstehen, wenn Schmelzwasser auf der Gletscheroberfläche Geröll mitreisst, durch Spalten bis an den Grund des Gletschers verfrachtet und dort anhäuft. Mehrere solcher Rundhügel blieben in diesem Gebiet im Greyerzerland erhalten, weil sich der Rhonegletscher nicht mehr bewegte und sie nicht unter sich zerstörte, sondern nur noch abschmolz und zusammensackte. Von Rossens führt der Wanderweg hinunter zur Staumauer des Lac de la Gruyère, und quert auf einer Hängebrücke eine Seebucht. Der 1948 in Betrieb genommene Stausee ist volumenmässig der drittgrösste, flächenmässig der zweitgrösste und mit seinen über 13 Kilometern der längste Stausee in der Schweiz. Nach einem kurzen Aufstieg vom Seeufer hoch zum Hof Les Entos taucht der erste Kame auf. Dieser Begriff bedeutet auf Schottisch «steiler Hügel aus Lockermaterial». Formschön erhebt sich der erste Kegel vor dem fernen Gibloux mit seiner Antenne auf der anderen Seeseite. Während des weiteren Aufstiegs tauchen immer mehr dieser eiszeitlichen Kames auf. Vom Fuss des Hügels La Combert sind sie nochmals von oben zu sehen, dann steigt der Wanderweg hinunter nach La Roche.

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