Vor über 80 000 Jahren transportierte der vorrückende Reussgletscher riesige Geröll- und Sandmengen aus den Alpen in die Gegend nördlich von Luzern. In der riesigen, spärlich bewachsenen Schotterebene suchten Mammuts, Wollnashörner, Rentiere und Wölfe nach Nahrung. Durch die vorrückenden und sich wieder zurückziehenden Eismassen war die Gegend mehrmals von einem Eispanzer bedeckt und wurde wieder freigegeben. Die Schichten der Schotterwände in den Kiesgruben der Gegend verraten, dass über Ballwil das Eis phasenweise mehrere Hundert Meter dick war. Vom Gewicht dieser Eismassen wurden die ursprünglich lockeren Schotterablagerungen kompakt zusammengepresst. Der Schotter im Untergrund ist heute nicht nur ein wertvoller Rohstoff für die Bauindustrie, sondern auch ein wichtiger Grundwasserleiter. Mit schönster Aussicht auf die Alpen, die Rigi und den Pilatus führt die Wanderung von Rothenburg nach Ballwil. Zwischendurch wird der Wanderweg zum schmalen Pfad, der über Weiden, an Bauernhöfen und sogar an einem Weingut vorbei führt. Kurz vor Ballwil ermöglicht eine Kiesgrube Einblick in die Vergangenheit und die Schätze im Untergrund.

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