Alle wissen um den Bergsturz von Goldau 1806. Doch gleich an der Albiskette ereignete sich vor etwa 10 000 Jahren ein Bergsturz, der fast doppelt so gross war. Damals zogen sich die Gletscher langsam zurück, und die östliche Hälfte des Äugsterbergs rutschte – allerdings ganz langsam über viele Jahre – zu Tal und staute den heutigen Türlersee auf. Noch heute sieht man im Wald zwischen dem Müliberg und dem Türlersee die Gräben und Hügel in den abgesackten Gesteinsmassen. Der Türlersee ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern vor allem eine geschützte Naturoase. An den Hängen breiten sich Moore, aber auch Trockenwiesen aus. Mehr als 20 verschiedene Orchideenarten gedeihen im Gebiet, und mit etwas Glück entdecken Schmetterlingsfreunde Perlen wie den Violetten Silberfalter, den Schachbrettfalter und den stark bedrohten Gelbringfalter. Am nördlichen Ende laichen Grasfrösche, Erdkröten und Bergmolche. Und mit etwas Glück vernimmt man den melodischen und vielfältigen Gesang eines Teichrohrsängers. Nach der stillen Hügellandschaft um Herferswil erreicht man beim Weiler Hombergweid einen weiteren Höhepunkt: einen Menhir. Im Freiamt und im Knonaueramt gibt es etwa 40 Steinreihen und neun Steinkreise. Die sogenannte Megalithkultur begann in der Schweiz vermutlich im 5. Jahrtausend v. Chr., und einige Steingruppen wurden wohl bis ins 3. Jahrtausend v. Christus genutzt.

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