Anspruchsvoll, genau das wünschte sich der Kantonsrat Simon Howald für die gemeinsame Wanderung. Mit knapp 7 Stunden Wanderzeit ist die gewählte Route nicht einfach spontan zu wandern. Deshalb hat er diese noch nie gemacht, meint Simon, und deshalb ist der Wanderleiter-Obmann der LWW, Martin Heini, wohl die richtige Begleitung. Auf der Blauen Tosse angekommen, der ersten Anhöhe, lohnt es sich definitiv, die Sonnenbrille aufzusetzen und die Aussicht über die Region zu geniessen. Da kennt sich Simon Howald gut aus, Raumplanung und Umwelt sind seine politischen Zentren. So kennt er auch die verschiedensten Naturschutzgebiete. Unsere Wanderung führt ebenfalls durch ein sehr grosses Schutzgebiet: Die Tafel fällt ihm natürlich sofort auf, die auf den Moorschutz des gesamten Glaubenberggebietes hinweist. Der Weg stellt nun über die Stäfeliflue schon einige Hindernisse bereit: Hohe Tritte, schmale Stellen, Steine liegen auf dem Weg. Herausforderungen ist sich Simon Howald mit seiner bald 8-jährigen Erfahrung als Parlamentarier gewohnt. Politik läuft selten nach Plan. Neben dem politischen Engagement wartet Arbeit in verschiedenen Bereichen und Betrieben, die er mit der Familie zu koordinieren hat. Wir gönnen uns eine Pause bei der Tripolihütte auf dem Wängengrat. Die Pro Pilatus stellt eine Auswahl an Getränken bereit, die auf dieser langen Tour und bei der sommerlichen Hitze köstlich sind. Auf dem Weg zum Mittaggüpfi verrät Simon Howald, dass er jedes Jahr eine Zweitagestour für Familie und Freunde organisiert. Die nächste Tour wird ihn ins Safiental führen. Er weiss bestens, was es bedeutet, eine längere Tour mit mehreren Leuten zu planen. Auch hier auf dem Felli machen wir eine Pause, bevor wir den langen Anstieg gegen das Widderfeld angehen. Mit der notwendigen Konzentration, gutem Stand und immer einer Hand an der Kette meistern wir auch die alpinen Herausforderungen am Widderfeld. Dann folgt noch die Gratwanderung über das Gemsmättli, die nochmals Trittsicherheit erfordert und zeigt, dass Simon Howald viel in den Bergen unterwegs ist und nicht nur in der Politik heikle Situationen meistern kann. Unterhalb des Tomlishorns erreichen wir den Touristenweg und gelangen in eine andere Welt. Doch wir sind beide froh, die Zivilisation nutzen zu dürfen, nicht nur wegen dem verdienten Kaffee, sondern auch, um mit der Bahn ins Tal zu fahren. Schön war’s, auch streng – aber zwischendurch braucht’s beides.

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